Wir sehen uns in Nürnberg 2015.
29.September bis 1.Oktober.

Headerbanner

Der E Performance Fleischbehälter wird zukünftig hellblau.

04. September 2013 | Udo Schwabe
Der E Performance Fleischbehälter ist in der Zukunft blau

 Gemeinsam mit dem GS1 haben sich führende Fleischverarbeiter im Auftrag von Industrie und Handel auf die endgültige Ausführung des neuen Fleischbehälters E Performance geeinigt. Die Farbe des Behälters wird hellblau sein. Zusätzlich gibt es auf jeder Seite des Behälters ein umlaufendes Noppenfeld, um weitere  Etiketten aufbringen zu können.

Utz, Hersteller von Behältern und Paletten aus wiederverwertbarem Kunststoff, hat gemeinsam mit Edeka den roten Fleischbehälter modifiziert und weiterentwickelt. Diese neue Version, in der Branche als E Performance Behälter bezeichnet, unterschied sich tatsächlich grundlegend von seinem „roten Bruder“. Edeka hatte sich aus guten Gründen für die Farbe Weiß entschieden, nicht nur um Hygiene zu symbolisieren, sondern auch, um sicher zu stellen, dass ausschließlich Neumaterial verwendet wird. Aber selbstverständlich erfüllen alle hellen Farben diese Bedingung. Deshalb haben sich jetzt die führenden Fleischverarbeiter unter dem Dach des GS1 Germany darauf geeinigt, dass der E Performance endgültig die Farbe hellblau erhalten soll.

Ein weiteres, wichtiges Thema war die Identifizierung des Behälters. Der Edeka E Performance verfügt bereits über vier Barcode Label, die durch Inmould Labeling in den Kunststoff des Behälters mit eingespritzt werden. Dadurch sind die Label extrem widerstandfähig, weil sie durch eine dünne Kunststoffschicht geschützt sind. Sowohl durch die Herstellerkennung als auch durch einen von GS1 vergebenen Code ist jeder in den Prozesskreislauf eingebrachte Behälter eindeutig identifizierbar. Um auch für interne Zwecke Klebeetiketten auf den Behälter aufbringen und danach möglichst leicht wieder entfernen zu können, erhält die endgültige E Performance Version auf jeder Behälterseite ein Noppenfeld. Wie gewünscht, lösen sich die aufgeklebten Label beim Waschen ab, während die durch die Kunststoffschicht geschützten Inmould Label auch langfristig erhalten bleiben.

Der Behälterhersteller Utz hat die Modifikationen des neuen Fleischbehälters bereits für die Produktion berücksichtigt. Nach Expertenmeinungen gibt es bis zu 400 Millionen rote Fleischbehälter im Markt, die durch den E Performance in den Größen 600 x 400 x 125 mm (E1), 600 x 400 x 200 mm (E2) und 600 x 400 x 300 mm (E3) zu ersetzen sind. Utz ist für den Austausch der Behälter gerüstet, damit, wie der GS1 es formulierte „… die Umstellung erfolgreich gestartet werden kann.“

Jan Sünneker, Geschäftsleitung Vertrieb: „Utz ist von Anfang an beim Projekt ´E Performance´ dabei gewesen. Wir sind sehr froh, dass sich alle Beteiligten jetzt auf einen genau definierten Behälter geeinigt haben. Um besonders die Fleischlieferanten optimal zu unterstützen, haben wir die Behälterwerkzeuge angepasst und bereits Produktionskapazitäten reserviert. Wir sind auf eine schnelle Umstellung auf den neuen E Performance  bestens vorbereitet.“

Artikeltrenner Zurück zur Artikelübersicht

3 Antworten zu “Der E Performance Fleischbehälter wird zukünftig hellblau.”

  1. J.S. sagt:

    Find ich gut, dass es da einen neuen, sauberen Behälter gibt. Als Endverbraucher und Nicht-Vegetarier will ich nicht nur Fleisch essen, das richtig deklariert ist und auf dessen Herkunft ich mich verlassen kann. Das Steak schmeckt mir auch besser, wenn ich weiß, das Fleisch wurde in sauberen, hygienischen Kunststoffbehältern aus Neumaterial transportiert und gelagert.

  2. logistiker sagt:

    Interessante Geschichte. Wenn ich das auch nur annähernd überblicke, gibt es Millionen und Abermillionen von roten Fleischkästen im Markt, nicht gerechnet die, die jeder Handwerker in seiner Werkstatt hat. Das dürfte ganz schön lange Lieferzeiten ergeben, wenn alle zur gleichen Zeit die alten, eingefärbten Roten gegen die neuen E-Performance austauschen wollen. Also, rechtzeitig in die Bestellkette einreihen…

    • Drudo sagt:

      Danke für den Hinweis. Das stimmt, dass kann schnell eng werden. Aber Utz hat, wie Jan Sünneker richtig gesagt hat, Produktionskapazitäten reserviert. Dennoch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Schreibe einen Kommentar